24
Aug
2009

Unsere neue Seite

So ihr Lieben!
Es ist so weit. Hier ein weiteres Lebenszeichen und dieses Mal wieder mit Bildern. Wie angekündigt ist unser Speicher voll und ich habe eine neue Seite eingerichtet.
Hier der Link: http://landylandwegdiezweite.twoday.net
Viel Vergnügen......
Die Prignitzer Carina, Michael und Roxy

P.S. Ihr findet ebenfalls einen Button unter Link Unsere neue Seite Klappe die Zweite

29
Jul
2009

Zeit für eine kurze Meldung

Als erstes einmal ein herzliches Jülley

Sicherlich seit ihr schon ganz gespannt, wie es uns geht und vor allem wo uns die Reise als nächstes hin verschlagen hat.
Tja da müssen wir euch enttäuschen. Wir sind nach wie vor im Meditationscenter Mahabodi.
Micha ging für drei Tage ins Retreat und ihm gefiel es hervorragend. Mit neuen Kräften kehrte er zurück. Primaaaaaaa Die Höhe ist mittlerweile kein Problem mehr. Wir haben uns akklimatisiert.
Ich erkundete in der Zeit die Gegend, ließ mich von der Natur inspirieren und war guter Dinge. Alles fühlte sich richtig und vor allem gut an bis zum Tag X.
Wir bekamen neue Haustiere. Doch dieses Mal eine völlig neue Art. Sie nennen sich Bettwanzen und verursachen schrecklich, juckende Stiche. Na was soll ich sagen, ich als gute, deutsche, knackige Frau war besonders beliebt. Meine Arme sehen aus, nein das wollt ihr nicht sehen, ein Streuselkuchen ist nichts dagegen. Micha dagegen hat zarte acht oder max. 10 Stiche. Woran das wohl liegt?
Nun gut, dass sollte noch nicht alles gewesen sein. Ich bin jetzt sehr erfahren, was Hospitale und indische Gesundheitspflege anbelangt. Zuerst begann ich eine Ayurveda – Kur bezgl. meiner Durchblutungsstörungen am .........Massagen, irgendwelche Pflanzentabletten und zu guter letzt Darmreinigung. Doch all diese netten Sachen waren vielleicht mit der Auslöser, dass meine Bandscheiben (laut CT eine Woelbung zwischen L4 und L5) gar nicht mehr wollten. Ich bekam dermaßen Rückenschmerzen, dass ich nicht mehr wusste wo vorne und hinten ist. Sitzen nein danke, Autofahren schon gar nicht und wandern, vergiss es. Mittlerweile bin ich auf dem Weg der Besserung und wir hoffen, dass wir in ein paar Tagen weiter fahren können. Doch eines ist Wichtig. Wir werden nur noch im Schneckentempo schleichen. Das Ganze hat auch sein Gutes, denn so habe ich wieder Zeit zum Meditieren gefunden, mache fleißig Yogaübungen und komme mir näher und näher, was bislang auf der Reise nicht möglich war. Micha hingegen erkundet die Gegend und besteigt fleißig die Gipfel. Den Rest der Geschichten die wirklich lustig sind, erzählen wir zu Hause.
Dennoch haben wir viel gesehen und erlebt. Vor ein paar Tagen nahmen wir an einer morgendlichen Gebetszeremonie im Kloster Tikse teil. Wir fuhren auf den höchsten befahbaren Pass der Welt, 5606 m hoch. Bei der dünnen Luft wurde uns schon bei der geringsten Anstrengung etwas schwindelig, aber der Ausblick entschädigte alle Anstrengungen und die durch die Autofahrt wieder schlimmer werdenden Rückenschmerzen. Von der Ayurveda- Behandlung hatte ich mittlerweile die Nase voll und so haben wir uns gedacht, es einmal mit Schamanimus zu versuchen. Ein paar Freunde hatten einen Tag zuvor ein Orakel (Wahrsagerin, Heilerin) ausfindig gemacht. Wir wohnten also der Zeremonie einer 84-jährigen Schamanin bei. Es war ein beeindruckendes Erlebnis. Sie versetze sich in Trance, beantwortete Fragen, vor allem der Einheimischen, zog das Böse aus dem Bauchnabel heraus (nicht bei uns), segnete bzw. schützte uns und gab uns heilige Reiskörner mit auf den Weg. Nun gut die Rückenschmerzen waren noch da. Ich traf dort eine deutsche Homöopathin die für mich ein Mittel dabei hatte und siehe da es wirkt. Es ist noch nicht perfekt, aber eine Besserung ist zu sehen. So ihr Lieben, dass Schreiben strengt an und Bilder gibt es beim
nächsten Mal, da der Speicherplatz voll ist und ich Blog Nummer 2 einrichten muss. Dafür will ich erst wieder richtig sitzen können.

Eure hier Ausharrenden

PS: Ach ja, als Hundefriseur haben wir uns auch schon versucht.

PS: Birgit, deine Ringelblumensalbe findet guten Anklang bei der Linderung der Haustierstiche + der Wiederbelebung der ausgetrockneten Haut.

Ein Dosenbrot ist auch schon weg, kannst echt anbieten vor allem nach mehrmonatigem Entzug.

5
Jul
2009

Wo sind wir?

Langsam wurde es Zeit MCLeod Ganj zu verlassen. Der Landy wurde hippelig und die Reiselust setzte unsere faulen Körper in Bewegung. Wir beschlossen trotz der Unruhen und einiger warnender Ratschläge nach Srinagar zu fahren. Gut so.....
Ich weiß nicht, warum die einheimische Autoindustrie noch Material für die Außenspiegel und Blinker verwendet, denn diese sind hier völlig überflüssig. Rauf auf die Straße, blinken ach was, umdrehen und schauen, nein pure Zeitverschwendung, der andere hat doch ne Bremse.......
Ich glaube die Führerscheine sind hier im Supermarkt frei käuflich zu erwerben. Hier herrscht das Gesetz der Straße. Die Größe der Autos und natürlich die Lautstärke der Hupen sind entscheidend. Wir liegen in der Größe nicht schlecht, doch von unserer Hupe her, sind wir gleichgestellt mit einem Moped. Doch Micha entwickelt sich zum indischen Driver und der Landy gibt sein Bestes.
Allerdings hat unser Landy erste Schrammen an der Schnute zu verzeichnen und verlor an seinem linken Hinterbein eine Kappe. Na ja wir möchten lieber nicht das Auto des Inders sehen. O.K. wir haben Fahrerflucht begangen, doch der andere machte auch keine Anstalten anzuhalten. So etwas ist hier Alltag. Schließlich hatte er das Hindernis auf seiner Seite, preschte in eine zu kleine Lücke und unser Landy fuhr bereits am Abgrund. So war es.......Es hat mächtig grrrrrrrrrrrrr gemacht. Wir sind so froh, dass unser Landy lange Beine hat und dazu eine gute Polsterung oberhalb der Radkästen.
Nun zurück nach SrinagarMaennerbeimarbeitenaufSee. Nach zwei Tagen Fahrt kamen wir in der hektischen Stadt an und waren auf der Suche nach einem Hausboot, dass uns andere Camper empfohlen hatten. Mir grummelte es mächtig im Bauch und ich bekam üblen Durchfall (wieder einmal). Rauf auf die Notfalltoilette und Micha rangierte uns durch Srinagar ....ImpressionSrinagar und glaubt ja nicht, dass das einfach war. Sobald wir standen, kamen die Menschen an unser Auto gesprungen und wollten uns Zimmer vermieten. Sie schickten uns von A nach B, von C nach D und irgendwann gerieten wir an die richtige Kontaktadresse. Ich immer noch auf der Toilette. Unsere Nerven lagen blank, alle genervt und besonders Roxy von den 20 Kindern die hinter ihr herliefen und ihren Pseudonamen riefen.
Nun ja, auf dem Hausboot Mountview Hausbootangekommen, war relaxen angesagt. Der Eigentümer Ayub super nett, wir schwammen auf einer Welle. Unser Zimmer der pure Luxus, dicke Teppiche, ein eigenes Bad, warmes Wasser und vor allem seit langem ein Ehebett, welches fuerchterlich knarrte und drohte auseinander zu fallen. Seit langem fühlten wir uns wie ein Koenigspaar in Kaschmir. Es dauerte auch nicht lange, da wurde unser Hausboot von den schwimmenden Händlern belagert. Hier noch ne Schachtel (aus Pappmache), vielleicht noch etwas Schmuck für die Frau, ein paar Edelsteine, Obst oder Blumen. Da ich auf eine traditionelle Kleidung aus war, hatte Fajaz Glück. Er zeigte mir wunderschöne Stoffe, so dass die Auswahl schwer fiel. Nächsten Morgen kam seine Frau Kaschmirifrau, nahm meine Maße und am Abend war ich stolze Besitzerin eines neuen Outfits, o.k, die Arme waren zu eng und das Atmen viel schwer, doch jetzt passt es wie angegossen. Ursprünglich wollten wir nur eine Nacht bleiben, doch aus einer wurden vier. Wir ließen uns auf den Seen umherfahren SrinagarsWassergaerten (Srinagar ist überwiegend ueber die Wasserwege erreichbar)Landleben-in-Srinagar , fuhren am Morgen zum Wassermarkt Vegimarkt3 und an zwei Abenden waren wir zu einer traditionellen Hochzeit eingeladen. Was für ein Geschenk. Von irgendwelchen Unruhen oder politischen Auseinandersetzungen haben wir nichts gespürt. Bis auf das jeden Freitag Streiks stattfinden und wir uns teilweise wie in Pakistan fühlten. Unbeobachtet in einem Busch pinkeln war nicht möglich, überall Armee. Unsere Freunde neue-Freundeerklärten uns, das die Kaschmiries nichts mit dem Streit zwischen Indien und Pakistan zu tun haben wollen. Sie möchten weder zu dem einen noch zu dem anderen Staat gehören. Sie sind Kaschmir und nichts anderes. Hier leben ca. 80 % Muslime. Die Unruhen seien deshalb, weil die Landsleute wollen, dass die Armee abrückt und an die Grenzen zurückkehrt. Wir haben diese Menschen als äußerst freundlich kennen gelernt, obwohl die Frauen eher zurückhaltend waren. Sie benötigten eine gewisse Aufwärmphase. Ein Lächeln hier, ein Lächeln da und das Eis war geschmolzen. Da Micha ebenfalls in einem traditionellen Outfit zur Hochzeit gehen wollte, ließen wir für ihn ebenfalls einen neuen Dress schneidern MichasAnzug. Als Kaschmiries echtes-KaschmiripaarMichaCarinagingen wir zur Hochzeit. So etwas haben wir noch nicht erlebt. Ich möchte gar nicht ins Detail gehen. Die Bilder sagen einiges aus.Brautbegleitung Mehr hierzu berichten wir in Deutschland. Nur so viel sei gesagt. BrautBraut und Bräutigam Braeutigamfeiern getrennt und wir waren bei der Braut eingeladen. Die Kosten einer solchen Hochzeit sind enorm hoch und zum Teil verschulden sich die Familien, um so ein Fest zu veranstalten. Doch langsam wurde es Zeit für uns weiter zu reisen, da wir das Hemis FestivalMusikmoenche in Ladakh besuchen wollten. Die Fahrt nach Leh war unheimlich lang. Unsere Körper wurden gerüttelt und geschüttelt. Wir spürten jeden einzelnen Knochen und Muskel. Ein Schüttelshake ist ein Witz dagegen. Strasse-nach-LehFür ca. 449 Km benötigten wir drei volle Tage. Roxy hatte besonders die Faxen dicke und weigerte sich strickt ins Auto zu steigen. Selbst wenn wir den Motor anschmissen und langsam davon rollten, bewegte sich die Dame SeeroseRoxykein Stück. Wir also wieder umgedreht, den Hund gepackt und weiter gefahren. Es war dennoch eine Fahrt durch wunderbare Natur Ladakhund wir bekamen kleine Einblicke in das Landleben unterwegs Frau-mit-Heu. Nun ja, wir kamen in Leh (Ladakh) an und wollten uns dort mit anderen Deutschen treffen, was wir natürlich auch taten. Nächsten Tag ging es zum Hemis Festival, Maskentanz3wobei Michas Gesundheitszustand sich verschlechterte. Zuerst nahmen wir an, er hätte nur eine kleine Erkältung, auf grund der Temperaturunterschiede (tagsüber ca. 20 – 28 °C und abends deutlich um die 10 °C), doch es stellte sich heraus, dass er zudem auch Höhenkrank wurde. Sein Körper resignierte, worauf hin wir das Dachzelt verließen (obwohl wir seit langem wieder wild gecampt hatten auf ca. 3600 m Höhe) und quatierten uns in einem Meditationscenter ein. Meiner Wenigkeit geht es blendend. Mir macht die Höhe nichts aus. Derzeit befinden wir uns auf ca. 3400 m Höhe. Micha erholt sich langsam und ich genieße das Wandern und die Kraft dieses Ortes. Micha wird nächste Woche für drei Tage an einem Retreat (Rückzug, in sich gehen) teilnehmen und ich habe die Butze für mich allein. Auch nicht schlecht. Ich werde selbst auch die Zeit zum Meditieren nutzen und in mich gehen. Um mich stehen gerade drei junge "Mönchinnen", die voller Neugier sich im Deutsch versuchen. Was soll ich sagen, vorbei mit der Konzentration. Schnell ein paar Brocken in Englisch ausgetauscht und weiter geht’s. Die sind so freundlich und liebreizend. Kaum vorzustellen für jemand Außenstehenden.
Ach ja und gestern hatte Roxy ihren ersten harten Kampf. Sie wurde von drei wilden Hunden am Hinterteil geschnappt und durch die Luft gewirbelt, bis Micha kam und die Hunde verscheuchte. Nun hat sie zu der humpelnden Pfote auch noch zwei kleine Bisswunden. Doch sonst würde ich sagen geht es der Lady sehr gut. Seht selbst.....heiligeRoxy

Wir drücken Euch alle ganz herzlich
Die „Verrückten Deutschen“ so wurden wir kürzlich betitelt

P.S. Wir haben hier derzeit keine Möglichkeit zu telefonieren, sind nur über ein schlechtes Internet erreichbar.....Von dem andauernd ausfallenden Strom ganz zu schweigen.....Man sind wir verwöhnt

Da schon wieder schleichen zwei um unser Auto herum. Das wird uns auf der ganzen Reise weiter begleiten. Ach was liebe ich die zurückhaltenden Deutschen......

Ach ja und glaubt ja nicht, dass wir nur gluecklich sind. Es fliegen schon mal die Fetzen, Roxy wird ausgeschimpft oder Carina schreit die nervigen, neugierigen Passanten an, die so oft um uns herumschleichen
Oft sind wir den Geruch nach .... satt (Abwasser, Klaeranlagen?), die Muellberge, heiligeKuh den vielen Abgasen u.s.w. und nachts die klaefenden Hunde, die es ueberall gibt und nicht zu vergessen, dass wir schon mal den einen oder anderen vermissen; Fazit, das Gute badende-Kinderueberwiegt und wir bleiben :]traditionelle-Frau

18
Jun
2009

Eigentümer neuer Haustiere

Futter und Appetitanreger für unsere Leser......

Ja, ja wir MichaCarinaRoxyIran sind seit ca. sechs Tagen oder noch länger stolze Besitzer vieler, kleiner Amöben, die uns die Zeit in Indien nicht wirklich versüßen. Wahrscheinlich haben wir sie illegaler Weise aus Pakistan miteingeführt oder auf der Straße eingesammelt. Da sie uns viel Schweiß, Bauchschmerzen, Blaehungen uebelster Art und Durchfall bescheren, beschlossen wir heute, den Arzt aufzusuchen und uns von den Amöben zu trennen, da sie chronische Krankheiten verursachen können, ja sogar Leberabszesse-> Nein Danke.......
Ansonsten erfreuen wir uns bester Gesundheit und versuchen eine gewisse innere Ruhe zu finden.
Doch nun erst einmal zurück zum Iran LandschaftIran1. Nach ein paar Tagen verließen wir Esfahan und fuhren in zwei Tagen nach Yazd Yazd, einer interessanten WüstenstadtWindtuerme, ein LehmparadiesderschwarzeSchatten. Ein wenig ausserhalb befinden sich die Tuerme des Schweigens. Hier wurden frueher die Leichen hergebracht und von den Geiern zerfleischt. TuermedesSchweigensHier war es sehr heiß (gefühlte Sauna von 60 °C), dass wir genau eine Nacht im Dachzelt schliefen und uns dann entschlossen, ein klimatisiertes Zimmer anzumieten. Das sollte ein kleiner Vorgeschmack der noch auf uns zukommenden Temperaturen sein. Hier begann auch unsere Recherche bzw. Auseinandersetzung mit unserer Weiterreise. Wir trafen verschiedene Reisende u.a. auch unsere zwei Prignitzer Prignitzer, deren Reise wir im Netz verfolgten (www.eurasien-mz.de), die aus Indien zurück kamen und uns mit ihren Reiseberichten über Pakistan verunsicherten (nicht die Prignitzer). Fahren oder nicht Fahren? Die Situation in Pakistan (Entführung, aufständige Baluchen, Hotelsprengung u.s.w.) spitzte sich zu und wir wurden von Tag zu Tag unsicherer. Was tun? Wie kommen wir nach Indien? Zudem wurde in Zayedan eine Moschee in die Luft gesprengt, LKW´s auf der Straße Richtung Grenze angeschossen und einiges mehr. Wir beschlossen erst einmal weiter über Maymand, einem Höhlendorf Hoehlenleben1, nach Kerman zu fahren und dann weiter zu sehen. In Maymand wurden wir von einem Höhlenbewohner namens ???? abgefangen. Er schleppte uns durchs Dorf, dass nenne ich stolz auf seine Heimat sein und anschließend bekamen wir einen Einblick in das Leben der Nomaden Nomaden, die im Sommer beim Vieh leben und im Winter in ihren Höhlen.NomadeMicha Hier aßen wir das erste Mal merkwürdige, salzige, saure, undefinierbare Bällchen, die in mir (Carina) das Würgen auslösten. Wir denken, dass es Ziegenmilch war. Pfui...... Zudem schienen sie zum ersten Mal ein Auto, wie unseren Landy NomadenAuto zu sehen, dazu noch mit Hund an Bord. Der krönende Abschluss war das zubereitete Abendessen seiner Frau Maymandfood. Er wünschte sich, dass wir als seine Gäste in seiner Höhle schlafen, doch Roxy war ihm nicht geheuer und somit war es besser im Dachzelt zu nächtigen. Kerman hingegen gefiel uns nicht, die Mentalität der Menschen war eine andere, was Roxy sofort spürte und sich nicht wohl fühlte. Wir lagen auf einer Wiese zwischen vielen Muslimen und mit einmal, aus dem Nichts, bellte Roxy sehr aggressiv einen Mann an, der sie schief anschaute und verjagte diesen. Wau, was ist mit unserem Hund? Eine völlig unbekannte Seite an ihr. Das gleiche passierte, wenn sie Frauen im Tschador sah, die sie ansprachen oder ihre Stimmen hörte. Also in Kerman wollten wir nicht schlafen und somit fuhren nach Mahan, wo wir ein nettes Plätzchen außerhalb der Stadt fanden. Doch unser Schlaf, der uns sehr heilig ist, wurde in der Nacht durch die Polizei gestört. Roxy verbellte sie mehr oder weniger und somit hatten wir wieder unsere Ruhe. Hier entschlossen wir uns durch Pakistan zu reisen. Nichts wie durch, Augen auf und um eine Eskorte bitten, war unser Vorsatz. In Bam nächtigten wir zwei Tage und schauten uns die vom Erdbeben zerstörte Altstadt anBam1 Bam2. Wir schliefen, wo alle Traveller schlafen in Akbar´s Guesthouse und hier beginnt unser Abenteuer Eskorte........
Wir wurden um 7:15 Uhr in Empfang genommen, sie geleiteten uns aus Bam, die nächsten warteten auf uns und so nahm es seinen Lauf, dachten wir..........Mitten in der Wüste, bei dem abgebrannten LKW abgebranntLKW, warteten wir eine halbe Stunde auf die nächste Eskorte und keiner kam, ich wurde immer ungeduldiger, uns saß die Zeit im Nacken, von der Temperatur ganz abgesehen. Ah siehe da, sie hatten uns nicht vergessen, also weiter ging es. Glaubt nicht, dass wir aus dem Auto steigen durften. Nein, es ist zu gefährlich und nicht mit dem Hund gehen, noch gefährlicher.
Nach 7 Stunden erreichten wir die GrenzeGrenze. Wohl bemerkt es waren nur 440 Kilometer und beim 12. Wechsel der Eskorte habe ich aufgehört zu zählen. Zu allem übel war nächsten Tag Feiertag für die Iraner und sie beschlossen, die Grenze 1 ½ Stunden früher zu schließen. Tja, das war es. Also entschieden wir uns auf dem Parkplatz bei den LKW´s zu schlafen. Gute Idee......Erste Einblicke in das Leben der Pakistanis, die mit uns auf die Grenzöffnung warteten. Ein schöner Nachmittag und Abend, wir gewannen schnell neue Freunde und neue Roxyanhänger.......Trackfahrer
Gott sei gedankt, dass wir uns bereits mit den Angestellten der Passkontrolle bekannt gemacht hatten. Sie lotsten uns durch die vielen Wartenden, ha wir waren die ersten am Morgen, die den Exitstempel bekamen, schnell noch hier ein Eintrag ins Buch, hier noch ne Liste und ab ging es zu den Pakistanis. Die empfingen uns so herzlich, wie die Iraner uns verabschiedet hatten. Alles lief reibungslos, für Roxy hatte sich mal wieder kein Beamter interessiert, noch ne Eskorte besorgt EskorteWuesteund ab ging es. Allerdings war es bereits 11:30 Uhr. Von hier an hatten wir Mitfahrer in Blau und schwer bewaffnetEskorte1. Sie wurden im Landy ordentlich durchgeschaukelt. Nach allen 50 km tauschten sie sich aus. An dem einen Checkpoint warteten wir eine Ewigkeit in der glühenden Sonne, der Herr wollte erst fertig speisen. Gegen 16:30 Uhr erreichten wir Dalbandin, wo wir übernachten sollten. Das Dorf oder Kleinstadt wirkte sehr gruselig. Reges Treiben auf den Straßen, doch wo waren die Frauen. Denen sei es untersagt, auf den Bazar zu gehen, erzählte man mir. Na wo gibt es denn so etwas? Wir mussten auf der Polizeistation schlafen, vom obersten Kapo verordnet. Ich zwischen 15 Männern. Na was für ein Gefühl. Abends wollten wir Geld tauschen und noch einiges Einkaufen. Oh, sagten sie, es sei zu gefährlich. Sie wollten nicht riskieren, dass jemand erfährt, dass wir uns hier aufhalten. „Na Leute geht es noch, der Hund muss Gassi und ich will auch mal raus!“ Ungelogen, sie fuhren uns mit dem Auto und drei bewaffneten Männern in die Stadt (keine zwei Minuten entfernt). Dort blieb ich auf der Ladefläche sitzen, alles klotzte und Micha ging alles besorgen. Na, wenn das getarnt war, ja so hat uns niemand bemerkt. Wir freundeten uns mit den Polizisten an. Sie staunten Bauklötzer über unsere Campingausrüstung und erst recht, als wir den Kocher in die Gänge brachtenKochenpolizeistation. Wir vereinbarten nächsten morgen um 8:00 Uhr in der Früh zu starten. Pustekuchen um 9:30 Uhr ging es los. Ich saß im Auto und war wütend über diese Herrschaften, bis ich mich nicht mehr bremsen konnte und anfing zu hupen. Na ja, das brachte gar nichts. Die Wechsel der Eskorten EskorteMopedlief reibungslos bis wir kurz vor Quetta die Eskorte abhingen und das mit 90 km/h. Erst einmal mussten sie den Wagen anschieben, dann beschlossen sie noch schnell ein paar Brote einzukaufen und hinter der nächsten Kurve waren sie nicht mehr zu sehen. Na fein........
Durch Quetta loste uns ein netter, ältere Herr auf seinem Moped, dem dann auch noch das Benzin ausging, doch wir kamen sicher und geborgen im Bloomstar an. Nächsten morgen kam die Eskorte eine Stunde zu früh. Ja ihr schmunzelt, doch so war es. Dieser Tag war der heißeste in meinem Leben und began mit Stau staupakistan. Die Temperaturen stiegen auf über 50 °C, (fuer die kein Thema, Wueste yippie) selbst meine Wind und Wetter Creme wurde zu einer warmen Fettpaste, dass Trinkwasser wurde zu Teewasser und der Fahrtwind fühlte sich wie ein heißer Fön an. Ich wollte nur noch eins, ein klimatisiertes Zimmer zum Runterkühlen. Ja das bekam ich auch, doch die Klimaanlage war defekt, also nächstes Zimmer, yippie Anlage funktionierte, allerdings nur für 15 Minuten, dann viel der Strom aus. Nach ca. 3 Stunden hatten sie alles wieder in die Gänge gebracht, doch es war so warm im Zimmer, dass die Anlage es nicht schaffte. Mitten in der Nacht beschlossen wir die Matten auf die Terrasse zu tragen und schliefen bei angenehmen, luftigen Temperaturen. Auch hier war es ein Problem mit dem Hund gassi zu gehen. Es sei zu gefährlich, bitte nur 15 Minuten, die ich erhandeln musste. Nun ja, Roxy wollte ihr Geschäft nicht erledigen somit wurde es eine halbe Stunde, da hatte der Boy von der Rezeption bereits die Polizei informiert. Oh man........zweizugpferde (zwei Zugpferde). Die Tracks sind wirklich so bunt. buntetracks
Nächsten Tag weiter mit der Eskorte. Es sollte eine Geduldsprobe für uns werden. Die Polizei schien nur Klapperkisten zu haben und so schlichen wir mit 60, 70 km/h über die Lande, bis ich Micha bat, schneller zu fahren. Ich winkte nett und lächelte, weg waren wir. Es dauerte nicht lange, da fing uns eine andere Streife ein und bat uns langsamer zu fahren. Wir denen erklärt, es ist heiß und wir wollen zur Grenze und das noch in diesem Leben. Da schienen sie einen ihrer besten Wagen aus dem Stahl geholt zu haben und los ging es. Wir konnten kaum denen ihre Geschwindigkeit halten. Vorher erzählten wir ungefähr drei verschiedenen Eskorten, dass wir den kürzeren Weg nach Sahiwal nehmen wollten. Wir blinkten, machten Lichthupe, keine Reaktion. Somit bogen wir ohne sie ab. Nach 10 Kilometern fing uns eine andere Streife mit sechs aufgebrachten, bewaffneten Polizisten wieder ein. Es sei zu gefährlich, bitte wartet auf die andere Streife. Ich wollte mit dem Hund ne Runde laufen, dass ging nur mit Begleitschutz und sie drängelten Micha:“ Deine Frau soll lieber wieder einsteigen, es ist zu gefährlich!“ Dieser Satz hängt uns aus den Ohren, doch er verfolgte uns noch weiter......
Ach wir könnten noch mehr Eskortegeschichten niederschreiben, doch das wird zu viel......BergpakistanWir sind jedenfalls ohne Schäden und gefährlichen Begegnungen an der Grenze zu Indien GrenzezuIndienangekommen, haben ausgecheckt und in Indien eingecheckt, wo sie tatsächlich das erste Mal das Gesundheitszeugnis von Roxy sehen wollten.
Die Inder ließen sich viel Zeit und schickten uns von Schalter zu Schalter bis wir einreisen durften.
Wir wurden gleich mit der Border Closing ZeromonieGrenzzeromonie begrüßt, was ein gelungener Einstieg war. Die Inder scheinen ihr Land zu lieben Grenzzeromoniefahneund strahlten eine Lebensfreude aus Grenzzeromoniesoldaten, dass war einfach toll. Vor allem konnten wir uns an den Farben nicht satt sehen und ich genoss die freie KleiderwahlGrenzzeromonietanz. Wir schliefen an der Grenze und nächsten Tag kamen wir in MCLeodGanjINdienersteeindruecketempel an, wo wir auch noch mind. eine Woche verweilen werden.
Micha lässt sich die Zähne machen, nein so schlimm ist es nichtZahnklinik. In Pakistan hat er sich die Krone ausgebissen, nein nicht an mir, sondern an hartem Brot. Nachdem wir vier Nächte auf einem Parkplatz verbracht haben, der uns dann genervt hat, sind wir auf einen Berg gekraxelt und wohnen jetzt im Chopra House, in einer bescheidenen Unterkunft bei Oma und Opa ChopraChopra, die uns zu ihren Kartenspielsklaven gemacht haben und Carina spielt Federball mit dem Hausmädchen. Ach ja und Roxy wird runder und runder, da Ms Chopra ihre Hundeliebe neu entdeckt hat und ihr jeden Tag einen Zwieback gibt, dabei bräuchten wir den doch. Wir fühlen uns hier wohl und vor allem sind es angenehme Temperaturen. Hier leben überwiegend Tibeter tibetischesKindund wir haben das Gefühl in tibetischerMusikabend2Kleintibet zu seintibetischerMusikabend. Ja und ich (Carina) hat den Dalai Lama gesehen. In MCLeodGanj befindet sich der Exilsitz des Dalai Lama, ja Zufälle gibt’sDalaiLamakommt.

Genug der vielen Worte, hier noch ein paar Schnappschüsse
aus dem Iran
KuenstlerEsfahans2
Iransportja auch die Iraner betreiben traditionellen Sport
LandschaftIran3LKWUnfall solche umgekippten LKWs sieht man des oefteren am Rand

jetzt noch ein paar erste Eindruecke aus Indien
INdienersteeindrueckeINdienersteeindrueckerikscha

der Schuhmacher wollte uns uebers Ohr hauen, aber nicht mit uns

auch wir haben schon kraefig die Gebetstrommeln gedreht
INdienersteeindrueckecarinagebetstrommelINdienersteeindrueckemichagebetstrommel

hier gibt es tatsaechlich Skorpion

Wir drücken Euch von Herzen und alles erdenklich Liebe.....
Namaste

Die Reisenden

P.S. Bodo ich vermisse Deine Kommentare......
Was für ein Affentheater....Affentheater

10
Jun
2009

Im Land der Farbenvielfalt

Hier ein kurzer Gruss,

wir sind in Indien und es geht uns bestens. Die Reise durch Pakistan war ziemlich strong und wir sind gefahren und gefahren und haben viel Geld in den Hotels gelassen.
Mehr dazu in ein paar Tagen oder so, jetzt ist erst einmal relaxen und gar nichts tun angesagt. Wir haengen mit dem Tagebuch, den Bildern und Eindruecken voellig hinterher. Das wollen wir erst einmal klar bekommen und dann gibt es wie gewohnt einen fetten, langen Bericht.
Diese Passage ist spezielle fuer Winni und Birgit:
Das Essen in Indien ist der Hammer, so etwas von lecker, dhal, dhal, vegetarisch, chapati, nan und sehr scharf, dass es uns ordentlich im Rachen brennt. Im Iran ist das Essen sehr fleischhaltig, Schaaf, Hammel, aber auch das eine oder andere vegetarische Gericht dabei. Doch besonders lecker war das Eis. In Pakistan haben wir dhal, dhal (Linsen) gegessen. Ansonsten ist es nicht sinnig in Indien zu kochen, da es sich vom Preis her nichts nimmt. Da freue ich mich drueber.
Aber mehr demnaechst.
Wir haben hier ein traumhaftes Wetter von ca. 30-35 Grad und jeden Tag, Sonne, Sonne, Sonne
Doch die Einheimischen erwarten bereits den Monsun.
Alles liebe
Die Gluecklichen Neuankoemmlinge in Indien

25
Mai
2009

Das andere IRAK und über ungewöhnliche Grenzübergänge ab in den IRAN

Nun wird es Zeit, unsere Seite mal wieder auf Vordermann zu bringen. Seit acht Tagen sind wir im Iran, genauer gesagt sind wir seit gestern in Isfahan, eine unglaublich schöne Stadt, die zum Verweilen einlädt.
Doch bevor wir hier her kamen, gibt es eine Menge zu berichten. Wir sind insgesamt eine Woche in Kappadokien geblieben und nach dem wir unsere Höhle verließen, wurde das Wetter allmählich besser und wir campten ein paar Tage wild, bei einem sehr netten Türken, dessen Anwesen einen herrlichen Blick auf Kappadokien bot. Zudem ist Kappadokien heiß beliebt für Luftballonfahrten, die genau über unserem „Wohnort“ flogen. LuftballonsKappadokienZu der Zeit war es kurzzeitig vorbei mit der Einsamkeit. Hier begann auch unser Abenteuer mit Lutz Lutz, den wir zuvor in Bergama kennen lernten. Er war auf dem Weg in den IRAK, speziell Kurdestan. Micha und ich beschlossen kurzfristig uns anzuschließen und verbrachten mit Lutz ca. 15 herrliche Tage, voller Matsch, Aufregung, Lachmuskeltraining, Karten zogen (Mau, Mau nach neuen Regeln) und vieles mehr. Wir fuhren über unseren höchsten Pass in der Osttürkei hoechsterPass, ergossen uns an Schneebedeckten Bergen Osttuerkei, trafen an einer Wasserquelle fotowillige, osttürkische Frauen OsttuerkischeFrauenund zudem wollte Lutz mal wissen, wie es ist, sich zu später Stunde mit dem Landy im Schlamm festzufahren. Aus den Sandblechen Sandbleche
wurden Schlammbleche und eine Nacht unter dem Magnetfeld auf einem Feldweg, nicht weit von der Straße, in Mitten der Türkei. Doch das entmutigte uns nicht und der Spaß blieb nicht aus und zudem konnten wir die Gummistiefel zum Einsatz bringen.Schlammfeststeckaktion Weiter ging es zum Nemrut Dagi NemrutDagi
über Pisten Piste3
und Straßen mit unglaublich großen Schlaglöchern.schlechteStrassen
Lutz nannte das artgerechte Haltung für die Landys.Piste1
Eigentlich fuhren wir ziemlich schnell durch die Osttürkei, da sie nicht gerade mit ihren Reizen lockte. Die Armeeposten nahmen zu, es gab kaum Sehenswürdigkeiten und die Menschen reagierten zum Teil sehr abweisend auf unseren Hund, doch dazu später.....
Nach ein paar Tagen erreichten wir die Grenze zum IRAK – Kurdestan. Die Türken ließen uns ohne Probleme gehen, doch die Kurden oh mein Gott. Ich (Carina) blieb im Auto und amüsierte mich, über das auf und ab laufen der Männer. Von unterster Stelle zur obersten Stelle, dann zum Sicherheitsguro, dann wieder zur Passstelle und so weiter und so weiter.....Letztendlich hatten wir großartige Unterstützung von einem Kurden, der seit 15 Jahren in Deutschland lebt, der uns übersetzte und uns beim Papierkrieg unterstützte. Es ist üblich, kurdische Nummernschilder zu bekommen und an dem Grenzübergang auszureisen, wo man einreist, doch wir wollten ja weiter in den IRAN, oh big problem. Nach ca. 4 Stunden Ende gut alles gut, der Hund galt als clean und somit durften wir einreisen. Mehr dazu, wenn wir irgendwann wieder daheim sind.KurdestanAnkunft

Kurdestan eröffnete sich für uns als ein sehr sicheres und angenehmes Reiseland. Touristen sind sie noch nicht gewöhnt und Hunde schon gar nicht. An einem unserer Reisetage entdeckten wir diese Grillen oder Heuschrecken Grille und waren faszinierd, verbrachten eine halbe Stunde damit sie zu fotografieren und bei unserer Weiterfahrt lagen sie zu Haufe tot auf der Strasse. Na das war der Lacher schlecht hin.
Es ist ebenfalls ein islamisches Land und der Hund gilt als unrein und wenn überhaupt als Nutztier. Somit wurden wir bzw. der Hund die Hauptattraktion, überall holten sie die Fotohandys raus und wollten die Touristen mit ihrem Hund fotografieren, z. Teil sogar nur Roxy, das war echt Wahnsinn, sogar in eine Bäckerei haben sie uns gezogen, das hätte das Gesundheitsamt lieber nicht sehen sollen. Für einen wirklich tiefen Einblick fehlte uns die Zeit, da das Visum von Lutz für den Iran drohte abzulaufen.
Kurdestan ist ein Teil im Irak mit eigener Polizei, Armee und einem Parlament. Sie versuchen sich abzugrenzen und ihren Teil wirklich sicher zu halten. Ich weiß nicht, wie viele Kontrollposten wir passierten.
KurdischeKinder
Nach fünf tollen Tagen verließen wir Kurdestan und reisten in den IRAN ein. Wir rechneten damit, dass die Einreise schwierig wird, doch alles kam anders. Die Kurden waren mit uns völlig überfordert und wollten uns nicht gehen lassen. Sie filzten die Autos, vernahmen Lutz bis sie einen fanden, der Englisch sprach und sich die Sache aufklärte. Der IRAN empfing uns herzlich schnell, ohne großartige Kontrolle oder die Vergabe von Nummernschildern. Ja und im Iran hieß es Abschied nehmen von Lutz, den wir in unser Herz geschlossen hatten. Er fährt weiter Richtung Norden, Turkmenistan und auf uns wartet Indien. Unsere Gefühle gegenüber dem Iran sind sehr gemischt. Die Iraner sind uns gegenüber offen und herzlich, laden zum Tee ein oder bieten Übernachtungsplätze an, doch auch hier haben sie ein großes Problem mit dem Hund. Sie fliehen vor Roxy, als wäre sie ein Ungeheuer oder amüsieren sich über uns Europäer mit Hund. So langsam gewönnen wir uns daran, auch das sie unser Auto belagern und einfach nur gaffen oder an die Scheibe klopfen und sich freuen, wenn der Hund aggressiv wird. Mich hat es schon das eine oder andere Mal ein hohes Maß an Selbstbeherrschung abgefordert, während Micha da völlig entspannt ist.
Er ist ein Mann, er wird gegrüßt und mit ihm wird sich unterhalten. Die Männer dürfen den Frauen nicht die Hände schütteln, dass ist nicht erlaubt. Ich fühle mich oft wie Luft neben Micha, dafür lächle ich die Frauen an und versuche mit ihnen in Kontakt zu kommen. Es ist ebenfalls den Frauen untersagt, den Männern länger in die Augen zu schauen, da es als Annäherungsversuch gewertet werden könnte. Ich beobachte oft die verhüllten Frauen und sehe wie sie sich den Mund verdecken oder nur flüchtig schauen. Wiederum gibt es Frauen, die einfach nur knielange Mäntel oder Blusen tragen, die sehr figurbetont sind. Doch hier finden demnächst Wahlen statt und vielleicht ändert sich der Trend dann wieder und sie müssen dann alle wieder den Chador tragen. Da wir die ersten Tage völlig abseits von den Touristrecken fuhren,Irandorf
fühlte ich mich oft unwohl, da ich durch meine Kleidung auffiel oder ich auch oft nicht wusste, wie gehe ich mit den Männern um, die einen grüßen, die anderen nicht. Der kurdische Teil im Iran begegnete uns offener und angenehmer vom Gefühl her. Sie luden uns zum Essen ein Kurdentanz1
, sangen für uns und Micha wurde zum Tänzchen eingeladen,Michatanz
was für mich Spass bedeutete. Sie fütterten Roxy und wollten sie uns abkaufen. Sie tranken Wein und witzelten über die Polizei, nun ja......, sie werden mehr oder weniger von den Iranern im Land geduldet und anerkannt, da sie ihre Sprache sprechen.
Jetzt sind wir in Isfahan Isfahan1
, erkunden das Stadtleben, genießen den Bazar, das sehr fleischhaltige Essen Essen
und lassen es uns gut gehen.Isfahan2

Ach und wir besuchten irgendwo in der Pampa die größte „Wasserhöhle“ der Welt. HoehleDas war eine witzige Geschichte. Hier ist es mittlerweile sehr heiß und ohne Schatten schlicht unmöglich Roxy im Auto zu lassen. Wir fahren auf den Parkplatz und nirgendwo Schatten. Was nun? Wieder zurück kam nicht in Frage, also nahmen wir Roxy mit. Der Wächter: “No dog!“ Das hatten wir erwartet, doch wir wollten es darauf ankommen lassen. Sie riefen den Manager, der wiederum: „No dog!“. Tja, wir dem Manager erklärt, dass uns der Besuch der Höhle sehr wichtig ist, doch wir einen Schattenplatz für den Hund benötigen. Er machte es möglich, wir fuhren auf den Firmenparkplatz, sparten die Parkgebühren, tranken Tee, schwatzten ein wenig, Roxy ging es gut und wir kamen in den Genuss der Höhle. Wir haben beide so etwas wundervolles noch nicht gesehen. Mit Booten wurden wir durch die Höhle gefahren, es gab einen Rundgang, einfach bezaubernd. Ja, das ist bislang der Iran.
Zudem hat unser Landy schon zum dritten Mal einen Platten. Reifenpanne
Die Reifen machen uns Sorgen. Heute versucht Micha sich als Reifenreperateur, zuvor haben wir es noch einmal machen lassen, doch na ja, Schlammperei, der Reifen ist schon wieder platt.
Da der Internetzugang schwieriger wird, werden wir uns nicht mehr ganz so regelmäßig melden....
P.S. Wir sind dankbar, wenn wir hier ohne Blechschaeden das Land verlassen, denn die Iraner fahren wie die Wahnsinnigen. Allah ist bei Ihnen. Die Hupe ist ihr liebstes Spielzeug. Wenn das keine gute Vorbereitung fuer Indien ist?
Zudem danken wir Euch fuer Eure Kommentare und freuen uns ueber jeden. Das haelt die Verbindung zu Euch.
Also bis bald
Liebe Grüße von
den drei Prignitzern aus dem Iran / Isfahan

Wittwebolte

7
Mai
2009

Im Land der Zipfelmützen und Riesen……

ZipfelmuetzeCarina
Seit ein paar Tagen sind wir in Kappadokien, dem Land der Zuckertüten. Es ist kaum zu fassen, was die Natur hervorgebracht hat. Wir fühlen uns wie im Märchenland bei den sieben Zwergen, hinter den unendlich vielen Zwergenmützen und ......Riesenpenisse Das eine Tal heißt nicht umsonst das Love Valley. Wir haben uns in einer der Höhlen eingenistet, weil wir das erste mal seit fast 6 Wochen Strippenregen haben und es einfach ungemütlich ist und wir nicht wirklich Lust auf Campen hatten. Wir sind halt die Schönwettercamper, doch da die Reisekasse sehr begrenzt ist, werden wir heute die Höhle räumen und uns weiter Richtung Osten bewegen (dennoch in Kappadokien bleiben), was auch gut so ist, denn so eine Höhle ist doch recht feucht und muffig und gerade bei nun schon drei Tagen Regen.
Wir konnten es selbst nicht glauben, aber unser Tacho zeigt bereits 7000 gefahrene Kilometer an.
Der Weg nach Kappadokien war bezaubernd. Wir haben Myra besichtigt. Wir empfanden Myra als nicht so übermäßig überwältigend. Sie ist bekannt für ihre Höhlengräber, doch eher zu touristisch ausgeschlachtet, saftige Eintrittspreise. Anschließend gelangten wir nach Chimaira – auch genannt die ewige Flamme. FlammenEs ist ein Naturphänomen. Aus den Felsen steigen Flammen heraus, die sich durch ein Gas selbständig entzünden. Es hatte für einen kurzen Moment etwas sehr meditatives, bis wieder einmal Busse voller Touristen kamen. Dann fuhren wir nach Antalya und verließen vorläufig das Meer. Es ging hinauf in die Berge und Carina befand sich das erste Mal auf einer Höhe von 1825 Metern.
Roxy ist für die türkischen Kinder oft eine Attraktion. Hier ein kleiner Schnappschuss. Roxy ist von dem vielen schnipsen nach ihr und rufen völlig genervt, seit dem zeigt Carina den Kindern per Zeichensprache, dass der Hund beist, das funktioniert fürs erste.Roxy
Die Landschaft ist echt krass. Erst befindet man sich auf fast 2000 Meter Höhe und dann geht es runter auf ca. 1200 Meter und vor die erstreckt sich eine Hochebene, die unendlich platt ist, wo sich keine Bäume und Sträucher befinden, einfach nur Steppe, der Hammer und dann wieder in diese Landschaft tief eingeschnittene Täler wie z. B. das Ihlara – Tal und dann Kappadokien, das Tal von Göreme.
Steppe
Hoschtschakal, sagt der der geht.......

3
Mai
2009

Zeit

Umbrien-Abruzzo-082Das ist im Moment etwas, was für uns nicht mehr greifbar ist. Heute stellten wir fest, dass bereits der 1. Mai ist und wir dem April tatsächlich 31 Tage geben wollten...
Schön, dass Micha in seiner Tasche einen kleinen Kalender gefunden hat. Die Wochentage spielen plötzlich keine Rolle mehr und ob wir morgen oder übermorgen weiterfahren ist auch relativ egal. Die Uhrzeit existiert nur dann, wenn wir Frühstück oder Abendbrot in einer Pension bekommen und wir die Nahrungsaufnahme nicht verpassen wollen, ansonsten haben sich unsere Körper dem natürlichen Rhythmus der Natur angepasst. Wir stehen meistens mit der Sonne auf und gehen zum Dunkel werden schlafen. Diese Gelassenheit ist besonders bei Roxy zu spüren. Wir haben unseren Hund noch nie so relaxt erlebt. Sie schläft mit uns gemeinsam am Strand, verhält sich völlig ruhig und genießt das Rudelleben mit uns.Umbrien-Abruzzo-077
Ende-Italien-Griechenland-Anfang-Tuerkei-060Nun sind wir seit ca. 7 Tagen in der Türkei und wir genießen das Land sehr, ja wir versuchen förmlich alles in uns aufzusaugen. Manchmal unterbrechen wir unsere Fahrt nach 10 Minuten und können uns an der Schönheit der Berge,Umbrien-Abruzzo-061 trotz ihrer Kargheit nicht satt sehen, tauchen ein in das einfache Dorfleben, wo die Kinder vor lauter Neugierde auf uns zugestürmt kommen und uns ihre Lieblingsfragen stellen: „Hello! What is your name? Where are you from?” Sie umzingeln dann unser Auto. Sie radeln durch ihr Dorf oder auf den Schulhöfen wird Fußball mit den Lehrern gespielt. Es ist so schön mit anzusehen, dass hier im ländlichen Bereich, der Computer und das Fernsehen nicht die Macht hat.
Uns begegnet überwiegend eine Gastfreundlichkeit, die wir so aus Deutschland nicht kennen und wir manchmal nicht wissen, wie wir damit umgehen sollen. Dann und wann erscheint es uns aufdringlich und wir vermuten dann schon mal etwas Negatives dahinter, doch es ist die Mentalität der Türken. Griechenland-Anfang-Tuerkei-093Gleich am ersten Morgen in der Türkei wurden wir von Hassan und seinem Freund zum Frühstück eingeladen und bekamen unsere erste Lektion türkisch. Mit der Sprache tun wir uns sehr schwer, doch wir versuchen es immer und immer wieder. Ein paar Brocken sind bereits hängen geblieben und helfen uns weiter.
Die letzten zwei Tage haben wir an der Küste in einem Camp verbracht. Der Name ist Shambala und befindet sich in der Nähe eines alten Dorfes, Kabak. Dieses Gebiet steht unter Naturschutz aufgrund der seltenen Pflanzen und Tiere. Es haben sich mehrere Camps niedergelassen. Ihre Hütten sind genau in den Hang des Berges gebaut und sie sind zum Teil nicht mit dem Auto erreichbar. Wir haben mit unserem Landy den Weg gepackt und konnten somit in unserem heißgeliebten Dachzelt schlafen. Wir waren wandern, haben Eidechsen, Schildkröten, Schlangen und anderes Getier beobachtet, in der Bucht gebadet, ach wir haben es uns gut gehen lassen. Ja, so betrachtet geht es uns jeden Tag gut und wir sind überglücklich, dass wir so leben können und einfach losgefahren sind. Der Landy ist unser zu Hause geworden.
Natürlich nervt uns auch das eine oder andere, wie z.B., die Türken picknicken für ihr Leben gern und hinterlassen anschliessend riesige Berge von Müll. Das macht Carina oft wütend. Zudem sind die Türken sehr mutige Autofahrer und von Kindersitzen fehlt jede Spur. Sonst haben wir alles was wir brauchen. Griechenland-Anfang-Tuerkei-119Uns begegnen andere Reisende und da gibt es viel auszutauschen.......
Griechenland-Anfang-Tuerkei-132Carina ohne Komentar
einer unserer schönsten Schlafplaetze einer unserer schönsten Schlafplaetze
Umbrien-Abruzzo-011 unser taegliches Theater

so entstehen unsere Reiseberichte
Ende-Italien-Griechenland-Anfang-Tuerkei-033 dazu gehört leider auch Abwaschen, dafür eignet sich Micha hervorragend
Ende-Italien-Griechenland-Anfang-Tuerkei-056, ersten-Tage-005,hier ein paar Neidbilder für Euch ,Griechenland-Anfang-Tuerkei-056, Umbrien-Abruzzo-101 Griechenland-Anfang-Tuerkei-080 dieses Bild ist speziell für Papa Helmecke
Umbrien-Abruzzo-052 Umbrien-Abruzzo-115
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Eine Abenteuerreise mit dem Auto und unserer treuen Hündin

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